Die Diskussionen um das Verkaufsverbot für Feuerwerk im Dezember haben erneut die Frage nach einem Silvester, das in unsere Zeit passt, aufgeworfen. Wir haben Anfang Januar mit einem Antrag die Stadt Witten beauftragt, ein Konzept für ein zeitgemäßes, gesundheitsschonendes, umwelt- und tierfreundliches Silvester ohne Böllerei zu erarbeiten.

„Laute Knallerei sollte einst „böse Geister“ vertreiben. Heutzutage scheint dieser Brauch ein wenig veraltet. Der Berufung auf die Tradition stehen ein immenses Müllaufkommen, drastisch erhöhte Feinstaubwerte und insbesondere eine hohe Belastung für Wild- und Heimtiere entgegen. Für viele Heimtierbesitzer*innen ist Silvester bislang ein jährlich wiederkehrender Horror, bei dem sie irgendwie ihre völlig verängstigten Pfleglinge beruhigen müssen.“

Patrick Bodden, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Vertreter der Piratenfraktion im Ausschuss für Umweltschutz

Grüne und SPD mit im Boot

Anfang Februar haben nun SPD und Grüne einen entsprechenden Ergänzungsantratg eingereicht. Wir begrüßen diesen sehr und freuen uns, dass es scheinbar in Witten eine Mehrheit für die Idee eines zeitgemäßen Silvesters zu geben scheint. Mehr dazu weiß der Vorsitzende unserer Fraktion, Stefan Borggraefe, in diesem Video zu berichten.

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Besonders schöne Feuerwerke an zentralen Orten statt wilder Böllerei

Ein zentrales Feuerwerk bietet auch die Chance auf ein gemeinsames Fest, eine große Veranstaltung mit Musik und Unterhaltung, bei der die Menschen zusammenkommen und den Jahreswechsel feiern können.

Mitnichten soll den Menschen durch ein Verbot der privaten Knallerei der Spaß am Silvester genommen werden, wie Kritiker meinen. Vielmehr geht es darum, Umwelt und Tierwelt deutlich zu entlasten. Wir plädieren für einen vernünftigen Ausgleich zwischen Umweltschutz und Brauchtum. Zentrale, besonders schöne Feuerwerke und bestimmte öffentliche Flächen für privates Feuerwerk sollen die bisherige Praxis ersetzen ohne die Freude an Silvester zu mindern.

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