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Platz 107 von 110 für das Fahrradklima

Radfahrende geben Witten schlechte Noten

Stefan Borggraefe fährt mit vollgepackten Lastenrad die Casinostraße hinab
Stefan Borggraefe fährt mit vollgepackten Lastenrad die Casinostraße hinab

Schon zum zweiten Mal in Folge verschlechtert sich Witten im großen Fahrradklimatest des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) und rangiert auf Platz 107 von 110 Orten mit 50.000 bis 100.000 Einwohner.innen ganz weit unten.

Armutszeugnis für Witten

„Bereits 2017 wurde ein Antrag von uns angenommen, der die Verwaltung beauftragte, hinsichtlich des schlechten Fahrradklimatests von 2016 Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Nachdem der Fahrradklimatest 2018 noch schlechter ausfiel, fragten wir, was die Stadt bisher unternommen hat, um den Auftrag des Verkehrsausschusses umzusetzen und welche Lösungsvorschläge für die angesprochenen Problemfelder erarbeitet wurden. Dass sich die Verhältnisse für den Radverkehr nun abermals verschlechtert haben, ist ein Armutszeugnis für Witten.“

so der Fraktionsvorsitzende der Piraten, Stefan Borggraefe.

Mehr Mittel für Umsetzung des Radverkehrskonzepts!

Portrait von Andreas Redecker
Andreas Redecker

Die Piratenfraktion Witten hatte Anfang des Jahres einen Haushaltsänderungsantrag gestellt, in dem sie eine Anpassung der Parkgebühren forderte. So sollten die finanziellen Mittel für die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes deutlich aufgestockt werden. Leider hat der Stadtrat sie abgelehnt. Die Grünen bezeichneten diesen Antrag der Piraten in ihrer Haushaltsrede immerhin als „gute Idee“, die als „als Anregung für den nächsten Haushalt“ noch einmal überprüft werden sollte.

Radverkehrskonzept immer noch ein reiner Papiertiger

„Die Radfahrenden in Witten warten schon viel zu lange auf Verbesserungen. Das eigentlich gute Radverkehrskonzept ist auch knapp zwei Jahre nach Fertigstellung und Beschluss durch den Rat der Stadt Witten leider ein reiner Papiertiger. Es müssen dringend konkrete Verbesserungen in den Wittener Straßen sichtbar werden, und zwar zuallererst dort, wo die größten Gefahren lauern!“

so Andreas Redecker, sachkundiger Bürger für die Piraten im Ausschuss für Mobilität und Verkehr.

Sicherheitsprobleme ohne Baumaßnahmen lösbar

Die größten Negativpunkte im Fahrradklimatest sind die Radverkehrsführung an Baustellen und die unzureichende Falschparkerkontrolle auf Radwegen.

„Diese Kritikpunkte sind sicherheitsrelevant und schon lange bekannt. Um sie auszuräumen sind keine langwierigen und teuren Baumaßnahmen notwendig. Es ist für mich daher nicht nachvollziehbar, warum in den vergangenen Jahren offensichtlich keinerlei wahrnehmbare Verbesserungen erzielt werden konnten. Die Stadtverwaltung muss endlich handeln!“

so Andreas Redecker abschließend.

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