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PIRATEN fordern echten Breitbandausbau für Wittener Schulen

Glasfaserkabel (Foto: CC-BY-NC D. Clow-Maryland)
Glasfaserkabel (Foto: CC-BY-NC D. Clow-Maryland)

Wir fordern in einem Prüfantrag für den nächsten Jugendhilfe- und Schulausschuss am 28. Februar einen echten Breitbandausbau für Wittener Schulen.

Derzeit findet nur ein Vectoring-Ausbau in Witten statt bzw. ist geplant. Dabei werden schnelle Glasfaserkabel bis zu zentralen Kabelverzweigern gelegt. Von dort aus werden die Daten jedoch über veraltete Kupferkabel zu den einzelnen Gebäuden geleitet. Die Geschwindigkeit wird dabei durch Dämpfungseffekte umso geringer, je weiter entfernt das jeweilige Gebäude vom Kabelverzweiger entfernt ist. Im Vergleich zu einem echten Breitbandausbau mit Glasfaser bis zu den Gebäuden (FTTB) oder gar bis in einzelne Gebäudeabschnitte hinein (FTTH) wird eine deutlich geringere Geschwindigkeit erzielt.

Zeitgemäße Bildung braucht schnelles Internet

Eine zeitgemäße Bildung in einer digitalisierten Welt braucht eine schnelle Internetanbindung. Nur mit einem echten Breitbandausbau mit Glasfaser mindestens bis zu den Gebäuden kann eine dafür ausreichende Geschwindigkeit gewährleistet werden.

Portrait von Stefan Borggraefe
Stefan Borggraefe
Piraten-Ratsmitglied Stefan Borggraefe

„Derzeit haben die meisten Wittener Schulen nicht mehr als 16 MBit/s für den gesamten Lehrbetrieb zur Verfügung. Dies führt zu Wartezeiten und somit verlorener Zeit, wenn das Internet im Unterricht eingesetzt wird. Es ist zu befürchten, dass der Einsatz dieses Mediums unter diesen Bedingungen sogar oftmals unterbleibt und somit die Schülerinnen und Schüler auf eine Lebensrealität, in der die Digitalisierung immer rasanter voranschreitet, schlecht vorbereitet werden.“

Laut der WAZ vom 7. Februar 2017 bezeichnet NetCologne den Vectoring-Ausbau als „Grundstein“, den man in Zukunft „problemlos erweitern könne.“ Vergleichbare Äußerungen sind auch von der Telekom bekannt. Bei Schulen wäre es sicherlich sinnvoll, diesen angeblich problemlosen Schritt sofort zu tun. Weiterhin sind im Ennepe-Ruhr-Kreis bereits alle Gewerbegebiete, auch durch die Aktivitäten lokaler Firmen wie die AVU oder die TMR, mit Glasfaser versorgt. Wäre dies für Schulen nicht ebenso wichtig?

Roland Löpke
Roland Löpke

Roland Löpke, Fraktionsvorsitzender der PIRATEN, stellt klar:

„Zukunft zu ermöglichen, statt Zukunft zu behindern, erfordert echten Breitbandausbau statt Vectoring-Ausbau.“

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