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Stadtwerke sollen sich beim Glasfaserausbau für Privatkunden engagieren

Gigabit-City Witten: Antrag für mehr Glasfaserausbau

Glasfasern, Foto CC-BY-SA 2.0 Christoph Scholz
CS

Nur Glasfaser bis in jedes Haus ist so leistungsfähig, dass es den zukünftigen Breibandbedarf decken kann. Schon jetzt würden viele Menschen von schnellerem Upload profitieren. Ein flächendeckender Ausbau bis zu einer fertigen Gigabit-City Witten dauert jedoch einige Jahre, während der Bandbreitenhunger weiter steigt. Bisher gibt es in Witten kaum echte Glasfaseranschlüsse für Privatpersonen.

Zukunftsfähige Infrastrukur als Grundlage

Die Wittener Piratenfraktion fordert daher in einem jetzt zur Beratung anstehenden Antrag mehr schnelles Glasfaser-Internet für Witten. Die Stadtwerke sollen sich stärker bei dem Thema engagieren. Ziel soll es dabei sein, dass gegebenenfalls gemeinsam mit Partnerunternehmen ein Produkt für Privatkunden auf den Markt gebracht wird. Nach Auffassung der Piraten sind die Stadtwerke als kommunales Unternehmen besser in der Lage, langfristig zu agieren und in eine Gigabit-City Witten zu investieren als reine Privatunternehmen, die sehr kurzfristige Profitinteressen befriedigen müssen.

„Bei Glasfaser handelt sich um eine nachhaltige und zukunftsfähige Infrastruktur. Wer sie besitzt, wird damit über viele Jahrzehnte gutes Geld verdienen können. Der Bund will in Zukunft verstärkt echten Glasfaserausbau fördern. Die Stadtwerke sollten dafür bereit sein.“Stefan Borggraefe, Ratsmitglied der Piraten

Weniger Strom- und Flächenverbrauch

Die Piraten machen auch auf Umweltaspekte des Themas aufmerksam:

„Bei der in den letzten Jahren in Witten eingeführten Vectoring-Technolgie wird die Glasfaser nur bis zu einem Kabelverzweiger verlegt. Von dort aus werden weiter die Kupferleitungen aus dem vorletzten Jahrhundert verwendet. Traurig angesichts der Klimakrise: in jedem einzelnen Kabelverzweiger ist aktive Technologie verbaut, die permanent Strom verbraucht, um trotz der alten Kupferdrähte 100 MBit/s zu ermöglichen. Weiterhin wäre die Glasfaser-Infrastruktur eine Grundlage neuer Geschäftsideen, die auch in Wohngebieten entstehen können. Wenn ein Geschäft in der Cloud liegt, muss es auch keine der derzeit in Witten knappen Gewerbeflächen verbrauchen.“Stefan Borggraefe.

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